Zu schmaler Radweg

Schmaler Radweg © ADFC / Krone

Zulassung E-Scooter: „Hälfte der Fahrbahn für Zweiradmobilität – dann klappt’s!“

 

Der Fahrradclub ADFC begrüßt die in Kürze erwartete Straßenzulassung von E-Tretrollern als Chance zur Verringerung von Stau und schlechter Luft in den Städten. Er kritisiert allerdings die weiterhin auto-dominierte Aufteilung des Straßenraums.

 

Ohne eine drastische Umverteilung des Platzes seien Verlagerungseffekte vom Auto auf effizientere Verkehrsmittel nicht möglich und würden zu Chaos, Frust und Risiken für Zweirad-Nutzer führen.

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Neue Impulse für die Vermeidung von kurzen Autofahrten sind dringend nötig. Denn 40 Millionen Autofahrten am Tag sind unter zwei Kilometer lang. Oder anders gesagt: Ein Viertel aller Autofahrten sind Fahrten um die Ecke. Das ist absurd – und alles, was diese Entwicklung zurückdreht, finden wir gut. Ja, Mikromobilität kann Autoverkehr verringern, vor allem auf der ersten und letzten Meile zwischen Bahn und Büro. Diese Verlagerung wird aber nur funktionieren, wenn die neue Zweiradmobilität auch ausreichend Platz und gute Infrastruktur bekommt. Wir fordern die Hälfte der Fahrbahn für saubere Zweiradmobilität, dann vertragen sich auch E-Scooter, Pedelecs und Fahrräder auf gemeinsamen Wegen.“

60% des Straßenraums belegt das Auto

Die Qualität und Breite der Radwege wird von Radfahrerinnen und Radfahrern in Deutschland fast unisono als unbefriedigend beurteilt, unter anderem im ADFC-Fahrradklima-Test, den der Fahrradclub alle zwei Jahre gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium durchführt. Grund ist die seit Jahrzehnten praktizierte autofokussierte Aufteilung des Verkehrsraums, in dem das Auto mit Fahrbahnen und Parkplätzen etwa 60 Prozent des Platzes in Anspruch nimmt. Radwege werden von Nutzern als zu schmal, holprig, nicht ausreichend vom schnellen Autoverkehr getrennt – oder überhaupt nicht vorhanden wahrgenommen. Stork: „Schon für die sichere Abwicklung des Radverkehrs reicht die Infrastruktur nicht aus. Weitere Fahrzeuge – zusätzlich zu den etwa 70 Millionen Fahrrädern und Pedelecs – auf den schon jetzt unterdimensionierten Radwegen erhöhen die Gefahr. Städte müssen jetzt anfangen, den Platz mutig neu aufzuteilen, um den Auto-Alternativen eine Chance zu geben und mehr Lebensqualität für alle zu schaffen.“

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Zu schmaler Radweg

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ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork

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https://kreis-aurich.adfc.de/pressemitteilung/zulassung-e-scooter-haelfte-der-fahrbahn-fuer-zweiradmobilitaet-dann-klappts

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können, egal wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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